Es sind Erinnerungen, die mir mein ganzes Leben bleiben und mich prägen werden. Daher möchte ich mich bei Agriviva und ganz besonders bei der Familie Pedroni Cadurisch bedanken, dass ich diese Zeit in Isola verbringen durfte. Sie wird für mich
unvergesslich bleiben!
Elisabeth (21), war 3 Wochen bei Familie Pedroni-Cadurisch

In meinem Landdienst durfte ich 3 Wochen lang bei der Familie Pedroni-Cadurisch in Isola nahe Maloja im Engadin zu Gast sein. Zur Familie gehören Vater Diego, Mutter Bettina und ihre vier Buben, Davide, Dario, Mattia und Mauro. Außerdem war, während ich dort war, noch Lehrtochter Alina auf dem Hof, die gerade ihre Ausbildung zur Landwirtin macht und ihr 3. Lehrjahr bei der Familie absolviert.
Der Betrieb lebt hauptsächlich von der Herstellung von Geissenkäse. Die Familie besitzt rund 120 Geissen, daneben aber auch noch 2 Esel, 2 Pferde, 2 Hunde, ein Kater und Schottische Hochlandrinder zur Fleischproduktion. Vater Diego hat außerdem noch Milchkühe, die allerdings nicht auf dem Betrieb leben.
Entsprechend vielfältig sind die Aufgaben, die ich übernehmen durfte. Morgens und abends wurden die Geissen zum Melken ins Dorf getrieben. Über Tag durften siesich in den Bergen frei bewegen und die Nacht haben sie auf einer eingezäunten Nachtweide verbracht. Je nachdem, wo die Geissen über Tag waren, war es notwendig, um 2 Uhr mittags loszulaufen, um abends um 6 Uhr mit den Geissen im Dorf sein zu können.
Jeden zweiten Tag wird im Käsehäuschen der Geissenkäse hergestellt. Das gibt einiges an Arbeit. Der große Kupferkessel, in dem die Milch aufgekocht wurde, muss poliert, die Käseförmchen müssen gewaschen, der Käse gesalzen werden und das Käsehäuschen am Ende wieder geputzt werden, bevor Bettina die fertigen Käslein an die umliegenden Läden und Hotels ausliefern kann.
Je nachdem, wie viel Milch die Geissen geben, bleibt neben den Bestellungen noch Käse übrig, der dann vor Ort verkauft werden kann. Außerdem steht immer auch Gitzifleisch zum Verkauf.

Natürlich gab es auch rund um die Tiere einiges zu tun. Die Weide der Pferde und Esel musste gepflegt werden: Die Misthaufen mussten so verteilt werden, dass das Gras darunter nicht eingeht und auch im nächsten Jahr wieder frisch und kräftig ist. Die Zäune der Weide mussten kontrolliert und natürlich auch die Tiere versorgt werden. Bei sehr schlechtem Wetter, mussten die Geissen den Tag im Stall verbringen. Dann galt es auch die Futterkrippen mit Heu aufzufüllen und zu misten. Alina hat nebenher noch einen kleinen Gemüsegarten, den ich auch mit versorgen durfte.
Besonders gerne mochte ich das Melken. Für mich war es etwas ganz besonderes, zu lernen, wie man eine Ziege von Hand melkt. Die meisten Ziegen sind sehr zutraulich, sodass sich das recht einfach erlernen lässt. Auch das Pflegen der Weide habe ich immer sehr gern gemacht, weil man einfach für ein paar Stunden in der wunderschönen Berglandschaft am Silser See unterwegs ist und die Aussicht und die Natur genießen kann.
Natürlich war es etwas vom Schönsten, Zeit mit den Kindern zu verbringen! Sie sind alle unglaublich lieb und haben mich vom ersten Tag an wie einen Teil der Familie behandelt. Manchmal blieb sogar etwas Zeit, um zusammen im See badenzu gehen. Daran habe ich auch wunderschöne Erinnerungen. Generell hat mich die Familie ganz herzlich bei sich aufgenommen und ich habe mich total wohl gefühlt. Mir wurden von Beginn an sehr viele Aufgaben zugetraut und vor allen Dingen wurden mir auch die Tiere anvertraut. Es war eine schöne Erfahrung, diese große Verantwortung zu tragen und zu erleben, wie es ist, den ganzen Tag draußen in der Natur zu verbringen, körperlich zu arbeiten und sich seinen Lebensunterhalt mit den eigenen Händen zu verdienen. Es sind Erinnerungen, die mir mein ganzes Leben bleiben und mich prägen werden. Daher möchte ich mich bei Agriviva und ganz besonders bei der Familie Pedroni-Cadurisch bedanken, dass ich diese Zeit in Isola verbringen durfte. Sie wird für mich unvergesslich bleiben!
